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Diesmal ohne Waffen Israel stoppt Hilfsgüterschiff für Gaza von Benjamin Fredrich
05.06.2010 / 14:47 Uhr
Erneut verhinderte Israel die Zufuhr von Hilfsgütern in den Gazastreifen. Das mit 20 Personen besetzte Schiff, hatte die Absicht Hilfsgüter in den Gazastreifen zu bringen, aber sicher auch Interesse daran, zu zeigen wie strikt Israel den Gazastreifen abriegelt
Israel macht klar, die Seeblockade im Mittelmeer auch unter weltweitem Protest nicht aufzugeben. Die pro-palästinensischen Aktivisten wurden per Funk etwa vier Mal von der israelischen Marine aufgefordert den Kurs zu ändern. Die Verfolgung des irländischen Schiffes dauerte insgesamt acht Stunden. Erst dann näherte sich ein Schiff Israels und bat um die Erlaubnis an Board kommen zu dürfen.
Beide Seiten zeigten sehr viel mehr Feingefühl als noch vor einer Woche, als neun Menschen bei einem solchen Manöver ums Leben kam. Israel will nun die Ladung nördlich von Gaza im Hafen von Aschdod kontrollieren und dann in den Gazastreifen weiterleiten.
Israel verhängt nicht nur eine Seeblockade, sondern auch eine Informationsblockade. Welche Güter das Schiff transportierte und wieviel davon letztlich in den Gazastreifen gelangt, ist unsicher. Schon mehrmals seien Hilfsgüter die für den Gazastreifen bestimmt waren, nicht dort angekommen. Nicht verwundern darf, dass die Aussagen von Hamas und israelischer Regierung hinsichtlich der Lieferungen enorm differieren.
Im Unterschied zur letzten Machtübernahme eines Schiffes, handelten bei dieser Aktion beide Seiten sehr viel moderater. Die Aktivisten ließen die Soldaten friedlich an Bord kommen und die Armee erwies sich als feinfühliger, indem sie erst mit der Besatzung kommunizierte, bevor sie handelte.
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